Neophyten Meldung

Früherkennung und konsequentes Handeln ist der beste Schutz gegen invasive gebietsfremde Arten. Daher verpflichtet die EU-Verordnung die Mitgliedstaaten ein System zur Überwachung dieser Arten zu errichten. Die Möglichkeit zur Meldung invasiver gebietsfremder Arten stellt ein Teil dieses Überwachungssystems dar, in dem Bürgerinnen und Bürger das Vorkommen invasiver gebietsfremder Arten an die Behörde melden können.

In der Steiermark können invasive gebietsfremde Arten wie folgt gemeldet werden:

Alle Meldungen werden im GIS-Steiermark dargestellt. Zu den in der Steiermark vorkommenden invasiven gebietsfremden Pflanzen und Tieren (Neobiota) gibt es Steckbriefe.

Die Weltenbummler App

Die Weltenbummler, sind Tier- und Pflanzenarten, die ursprünglich aus anderen Lebensräumen stammen und sich in den letzten Jahrzehnten vermehrt in Österreich angesiedelt haben. Sie konkurrieren mit heimischen Arten und verdrängen diese zum Teil.

Unter den zahlreichen Neobiota gibt es auch besondere Problemarten, die in der Lage sind wirtschaftliche Schäden hervorzurufen, indem sie den Ertrag in der Agrar- und Forstwirtschaft vermindern oder Probleme im Straßenbau und Hochwasserschutz hervorrufen. Manche dieser Arten gefährden sogar unsere Gesundheit. Über die genaue Verbreitung vieler dieser Arten ist aber oft nicht viel bekannt oder sie unterliegt – auch mitbedingt durch den Klimawandel – einer sehr raschen Entwicklung. Öffentlichkeitsarbeit und Bewusstseinsbildung sowie Beobachtung, Überwachung und Monitoring sind wesentliche Maßnahmen um mögliche negative Entwicklungen zu vermeiden oder zu verringern.

Ein Crowd-Mapping System - wie die Weltenbummler App - ist hier von großem Vorteil, da viele BenutzerInnen mit ihren Smartphones einen wertvollen Beitrag zur Erstellung einer aktuellen Neobiota-Karte leisten können.

Gebietsfremde Arten erkennen und melden.
Drüsiges Springkraut (c) Pixabay

Helfen wir zusammen und melden wir invasive gebietsfremde (Pflanzen)Arten - Neophythen - in unserer Region!

 

Nicht alle eingeschleppten und ausgebrachten Arten sind aus Sicht des Biodiversitätsschutzes als „problematisch“ zu bewerten. Invasive Neobiota (Pflanzen- und Tierarten) können aber folgende Probleme verursachen:

  • Verdrängung heimischer Arten durch Konkurrenz um Ressourcen (Nahrung, Licht, Brutplätze, …)
  • Veränderung der Lebensräume durch Monopolisierung von Ressourcen, strukturelle Änderungen oder Änderung der Nährstoffkreisläufe
  • Vereinheitlichung (Homogenisierung) der Fauna und Flora und Verlust der standorttypischen Tier- und Pflanzenwelt
  • Veränderungen der Beziehungen zwischen den Arten (Nahrungsnetz, Parasiten, …)
  • Veränderung der genetischen Zusammensetzung durch Hybridisierung und Rückkreuzungen (Introgression)
  • Ökonomische Schäden in der Land- und Forstwirtschaft, an Infrastrukturen, im Gesundheitswesen
  • Human-, Tier- und Pflanzengesundheitliche Auswirkungen (Allergieauslöser, Krankheitsüberträger und -erreger, Parasiten, …)

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