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ADD-e Energie-Radtour 2019

Die Klima- und Energie-Modellregion Graz-Umgebung Nord hat zur „ADD-e Energie-Radtour“ eingeladen. Die Interessierten und Bewegungsfreudigen kamen mit dem eigenen Fahrrad zum Bhf Mixnitz und voll auf ihren Genuss. Wir radelten gemeinsam über den R2-Murradweg zur MeinAlpenStrom GmbH und GF Philipp Rehulka zeigte uns die nachhaltige Erzeugung von Echt-Ökostrom im Kraftwerk in Frohnleiten/Peugen. Beim BIO-Obstgut Fattinger holte uns Herr Fattinger persönlich in der Marktgemeinde Deutschfeistritz ab und führte uns in die Chancen und Möglichkeiten des BIO-Obstbaus ein. Abschließend holten wir uns mit den verschiedenen Köstlichkeiten die Energie in der Mostschenke Fattingerhof zurück. Auch der e-Bike-Nachrüstsatz „ADD-e“ wurde intensiv getestet und im Sinne des Klimaschutzes als tolle Alternative zum Auto-Ersatz für das Zur-Arbeit-fahren oder Einkaufen bestätigt. 

Echt-Ökostrom in der Region

An diesem wunderschönen Tag führte uns der R2-Murradweg zur MeinAlpenstrom GmbH in Frohnleiten/Peugen. Herr Philipp Rehulka nahm uns direkt am Gelände in Empfang und verwies vorab auf die Sicherheit rund um das Echt-Ökostrom-Kraftwerk. 

 

Zuerst begutachteten wir die Umgebung und den Einfluss des Kraftwerks auf die regionale Umwelt. Dabei wurden alle Baumaßnahmen insbesondere an die ökologischen Anforderungen ausgerichtet, um auf Flora, Fauna und Habitat mit einem möglichst geringen Ausmaß einzuwirken. Beispielhaft sei der bei Äsche, Regenbogenforelle und Gründling beliebte Fischaufstieg erwähnt. 


Dieser wurde naturbelassen mit vier Ruhebecken - diese dienen den Fischen als Erholungszone - ausgeführt. Auch hat sich die MeinAlpenstrom GmbH zum kontinuierlichen Nachweis über die Funktion des Fischaufstiegs verpflichtet und ein Videoüberwachungssystem zum Monitoring der zahlreichen "Passanten" installiert. 

Weiter ging es zu den 16 Meter breiten Dammbalken, welche bei einer Wartung und benötigten Trockenlegung der Wehranlage eingesetzt werden. Im Zuge dessen wurde uns auch die stromlose Regulierung der Wehr  - Schwerkraft und Mechanik arbeiten in Kombination - erklärt und ein Einblick in die Funktionsweise der Rechenanlage gegeben. Nach der Betrachtung der Außenanlage und ihre Funktionsweise wollten wir den Einblick zum Herz des Kraftwerks: die Turbinen.


Dafür begaben wir uns in den "Maschinenraum" des Kraftwerks, welcher sich direkt über den beiden Turbinen befindet. Zur Orientierung wurden uns tiefere Einblicke in die Baupläne und in die damit verbundenen Konstruktionen gewährt. Dabei wurde auch auf die Herausforderungen beim Umbau der alten Kraftwerksanlage eingegangen und über die neuen Methoden im Kraftwerksbau erzählt. Beispielsweise hat es der heutige Stand der Technik ermöglicht, sich mit der Anlage am natürlichen Verlauf des Flusses anzupassen und somit die Umweltauswirkungen abermals sehr gering zu halten. Jetzt wollten wir mehr und gingen "unter die Mur" zu den gewaltigen Turbinen, welche bis zu 50.000 Haushalte mit Echt-Ökostrom versorgen können.


Die beiden im Jahr 2015 gebauten Turbinen verarbeiten einen Volumenstrom von bis zu 200 [m³/s] Wasser mit einer Drehzahl von 120 [U/min]. Die Laufräder haben einen Durchmesser von 365 [cm] und tragen zu einer Gesamtleistung von ca. 10 [MW] bei.

 

Nach diesem beeindruckenden Erlebnis unter der Mur ging es zurück an die Oberfläche und wir wurden mit dem regional und nachhaltigen "Craftwerks-Bier" von Fleck´s Bier und MeinAlpenstrom verköstigt und für die Weiterfahrt zum BIO-Obstgut Fattinger gestärkt.


Biologisch regionale Köstlichkeiten

Mit der nachhaltig konsumierten Energie aus dem köstlichen "Hopfensaft" radelten wir weiter auf dem R2-Murradweg Richtung Süden bis uns Herr Fattinger direkt bei seinem BIO-Obstgut in der Marktgemeinde Deutschfeistritz zur Besichtigung und Verkostung abholte. 

Der Regenbogen über dem Bio-Obstgut deutete bereits an, dass es auch beim Anbau und der Produktion von Lebensmitteln um Energie geht: weißes Licht wird an den Wassertropfen auf Grund des unterschiedlichen Energieniveaus der Elektronen unterschiedlich stark gebrochen und zeigt sich in seinem prächtigen Spektrum.


Das BIO-Obstgut Fattingerhof in Stübing liegt im „Grazer Bergland“. Die Region zeichnet sich durch ein eher trockenes, sonnenreiches und nachtkühles Klima aus. "Diese Bedingungen und unser Verzichten auf Hagelnetze führen zum besonders geschmackvollen Obst", erklärt uns der BIO-Obstbau-Experte Fattinger. Das Weglassen der Hagelnetze birgt freilich ein erhöhtes Risiko in sich, allerdings bekommt das Obst durch die hohe Aufnahme von Energie aus dem Sonnenlicht einen einmaligen und unverwechselbaren Geschmack sowie einen hohen Gehalt an Nährstoffen. Dieser und andere Vorteile des biologischen Landwirtschaftens sowie die daraus gewonnene Erfahrung, dass weniger Eingriffe in die Natur diese selbst vieles von alleine regeln lässt, war einer der Auslöser zur Umstellung auf die biologische Wirtschaftsweise. Das Sortiment umfasst zahlreiche Obstsorten wie beispielsweise Kirschen, Johannisbeeren, Heidelbeeren, Weichseln, Äpfel, Marillen, Zwetschken, Pfirsiche, Birnen, Quitten. Daraus werden allerhand Köstlichkeiten - Soßen, Säfte und Most - hergestellt. Aber auch der allseits beliebte Roséwein "Schilcher" wird in unserer Region aus der auf den Hängen biologisch angebauten Rebsorte "Blauer Wildbacher" produziert: auf zur Verkostung!

 

Weiter auf dem R2-Murradweg folgten wir der Beschilderung Richtung Süden und bogen in Stübing nach rechts ab. Nach ca. 150 Meter erwartete uns in der Mostschenke Fattingerhof die energiereichen und herrlich zubereiteten Produkte, welche auch im regionalen Laden vor Ort vorhanden sind.

Das Rasten unter dem großen und kühlenden Baum, mit der vielfältigen Auswahl an nachhaltig produzierten Leckereien war nach unserer gemeinsamen Ausfahrt ein wohltuender Genuss, füllte unsere Energiereserven wieder auf und wir ließen den wundervollen Tag einen schönen Ausklang finden.


Energie - immer und überall

Die verschiedenen Hauptsätze der Thermodynamik erklären uns modellhaft das Verhalten von Energie. Der sogenannte "1. Hauptsatz der Thermodynamik" besagt im Großen und Ganzen, dass sich die Energie nicht "verbrauchen" lässt, sondern lediglich in unterschiedliche Formen umgewandelt werden kann. Daher darf behauptet werden, dass alles was uns umgibt, was wir sehen, hören und fühlen Energie in verschiedenen Formen darstellt. 

 

Um diese Energie für unsere Bedürfnisse zu nutzen, haben wir im Laufe der Zeit verschiedene Technologien entwickelt. Heute steht im Zusammenhang mit der "Ressource" Energie nicht nur mehr die Nutzung selbst sondern auch die zugehörige Effektivität und Effizienz. Ob wir nun in die Stromerzeugung, den Obstbau, den Verkehr oder in unsere Häuser blicken, werden der überlegte Einsatz sowie die klimafreundliche Anwendung von Energie die größte Rolle in der Zukunft spielen!

 

Wenn auch du deine Energie einbringen möchtest, gibt es viele Wege dafür. Einer führt dich beispielsweise zu deiner Stromrechnung: hier kannst du nachlesen, wie viel Strom du benötigst und wie dieser generiert wird. Noch genauer kannst du dies zum Beispiel im aktuellen Stromkennzeichungsbericht der E-Control sowie im aktuellen Stromanbieter-Check von Global2000 und WWF

 

Schon reingelesen? Was ist deine Meinung dazu? 

 

Eine tolle Möglichkeit Bewegung sowie Energie- und Kostenoptimierung zu kombinieren bietet dir aktuell und regional der Aktiv-Tarif der MeinAlpenstrom GmbH an. Gerne kannst du auch bei uns im Klima- und Energiebüro eine Broschüre abholen und dich zum Thema informieren lassen.  

 

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